News Oktober/November – “Zwischen Gottesdienst, Konzert und You Tube”

Liebe Musik und Orgelfreunde!

Die vergangene und bevorstehende Zeit war und ist gefüllt von interessanten und intensiven musikalischen Ereignissen.

So ein kurzer konzertanter Rückblick in den Oktober wo ich die Ehre hatte auf der ehemaligen großen Steinmeyer-Orgel des Konzertsaals der Münchner Musikhochschule, die seit 2004 überholt und in einem neuen Gehäuse in der Pfarrkirche Weißenhorn bei Ulm steht, mein erstes Improvisationskonzert in verschiedenen Stilen zu geben. Dieses Konzert fand für mich persönlich und im Besonderen gedenkend “In Memoriam – Prof. Franz Lehrndorfer (1928-2013)” statt, da der ehem. Münchner Orgelprofessor, Domorganist und Meister der Orgelimprovisation an diesem Instrument mehrere Improvisations-CD’s einspielte, Generationen von seinen Schülern auf diesem Instrument das Prüfungsprogramm absolvierten und er die an den neuen Ort versetzte Orgel 2004 auch mit einem Konzert einweihte (siehe auch dazu den Nachruf unter vergangene Artikel). Die Ressonanz vom Publikum der Gemeinde, in der sich Orgelkonzerte erst langsam im Pfarreileben einen Platz schaffen, war überaus positiv. Trotz windig-kalten Wetters hatten sich etwa 35 Personen eingefunden und ermutigten mich mit der angenehmen Gastfreundschaft von Pfarrer und Kirchenmusiker im nächsten Jahr dort Weiteres zu planen. Hierfür sei allen, die mir dieses Gastkonzert ermöglicht haben, ein ganz herzliches Dankeschön gesagt!

Die Gegenwart bringt etwas Neues für mich: Seit heute (05.11.13) bin ich an der Klais-Orgel meiner neuen “Dienst-Pfarrkirche” Maria-Königin, Baldham mit der Improvisation einer Fantasie über die Marianische Antiphon (Gregorianischer Choral) “Salve Regina” per Video zu sehen und zu hören das Sie unter folgendem Link erreichen:

http://www.youtube.com/watch?v=zfKX1S7c7nM

Ein weiterer Blick in den Kalender verspricht besonders stimmungsvolle Abendmusiken:
So zum Beispiel am Sa. 16.11.2013 um 20.15 Uhr in der ehemaligen Kloster- und Pfarrkirche Beyharting (bei Bad Aibling), gemeinsam mit der Münchner Trompeterin Olivia Kunert, in der eindrucksvollen Atmosphäre und Akustik des barocken Kirchenraums. Im Dezember darf ich Sie/Euch zu meinem ersten Konzert der Samstag-abend Konzertreihe “Baldhamer Abendmusiken”  am  07.12.2013 um 20.00 Uhr (nach der Abendmesse) zu “Orgel im Advent” einladen.
Nicht zuletzt gibt die musikalisch mitgestaltete Gebetsnacht “Nightfever-München” in der Stadtpfarrkirche St. Peter (Alter Peter) in der Münchner Innenstadt am Samstag, den 21.12.13 von 18.00 bis 23.00 Uhr nach einem Bummel auf dem Christkindelmarkt am Marienplatz, die Gelegenheit, sich innerlich nochmals einstimmen zu lassen auf das bevorstehende Weihnachtsfest.
In Baldham folgen die ersten “Weihnachtsdienste” in Christmetten um 15.30 Uhr(Kindermette) und 17.00 Uhr, gestaltet von der Baldhamer Stubenmusik sowie weihnachtlicher Orgelmusik; um 21.00 Uhr, gestaltet von Ruth Horch an der Orgel und abschließend mein spätester Christmetteneinsatz um 23.00 Uhr.
Am 1. Weihnachts-feiertag, 25.12.13 bringt der Kirchenchor um 10.00 Uhr im Christamt die Messe bréve No. 7 von Charles Gounod f. gem. Chor und Orgel zur Aufführung.

Bis dahin gibt es noch viel zu tun und dennoch steht im Januar schon ein beson-deres ”Zuckerl” als erstes im Konzertkalender: Mein Gastspiel am Sonntag, den  19.01.2014 um 15.00 Uhr mit einem Improvisationsprogram an der “größten Orgel des bayrischen Oberlandes” in der “Zollinger Halle” des Kultur- und Orgelzentrums  von Sixtus Lampl in Valley b. Weyarn (erreichbar über die A8 Richtung Salzburg, Ausfahrt Weyarn)

Zu allen Veranstaltungen lade ich alle herzlichst ein und freue mich über Ihren und Euren Besuch!

Allen eine gute  Zeit!

Ihr/Euer
Korbinian Maier

News September – Kirchenmusik(er) in “Maria-Königin”, Baldham

Liebe Musik- und Orgelfreunde!

nachdem ich kirchenmusikalisch an der Pfarrkirche “Maria-Königin” in Baldham gut gelandet bin und die ersten im Dienst an der Klais-Orgel begleiteten Messen eine durchwegs positive Ressonanz mit vielen Besuchern an der Orgelbank nach dem Gottesdienst brachten, gehe ich hochmotiviert und mit frischem Wind an die Herausforderungen und Augaben der nächsten Zeit. Die ersten positiven Kontakte zu Mitgliedern des Pfarrgemeinderates und der Kirchenver-waltung lenken somit den gemeinsamen Blick kreativ und hoffnungs-voll nach vorne:

So nimmt der Baldhamer Kirchenchor mit einem ersten Treffen nach der Sommerpause und der Übergabe der Chorleitung an mich, seine zunächst schon vom Programm für Weihnachten geprägte Probenarbeit auf. Primäres Ziel ist dabei die partielle oder komplette Einstudierung der Messe breve in C, No. 7 von Charles Gounod für 4-stimmigen Chor und Orgel.

Neue Sängerinnen und Sänger sind in allen Stimmen mit allgemeinen Notenkenntnissen und/oder Chorerfahrung herzlich willkommen!

-  Neue Männerstimmen sind besonders für die Sparte der Kantorenausbildung gefragt, um künftig als “Schola cantorum” die liturg. Gesänge (Kyrie, Antwortpsalm, Halleluja, Agnus Dei ect.) in entsprechender Weise ausführen und gestalten zu können.
-  Ob eine weitere wünschenswerte Chorgruppe für junge Kirchenmusik bald ihre Arbeit aufnehmen kann, liegt derzeit ebenfalls noch an der Anzahl von Neuzugägen im gesamtchorischen Bereich.
-  Des Weiteren werden für den Ausbau der Kirchenmusik an “Maria-Königin” ab sofort Instrumentalisten gesucht, die bereit sind, sich solistisch oder im (z. B. Streicher) Ensemble künftig mit Orgelbegleitung in der Gottesdienstgestaltung einzubringen!

Nächster Termin ist die Feier des Jahresgedenktages der Baldhamer Kirchweih vor 34 Jahren (durch Kardinal Joseph Ratzinger am 30.09.1979). Deshalb findet am Sonntag, 29.09.2013 ein Festgottesdienst mit Musik für Trompete (Elisabeth Stacheter) & Orgel von Telemann und Mouret statt, zu dem alle herzlich eingeladen sind! Hierbei soll auch eine offizielle “amtliche” Einführung des “Neuen Kirchenmusikers” auf dem Programm stehen.

Weitere aktuelle Informationen zur Kirchenmusik in Baldham finden Sie auf der Homepage des Pfarrverbandes unter folgendem Link:

http://www.erzbistum-muenchen.de/Pfarrei/Page013951.aspx

Sollten Sie Fragen haben oder/und sich musikalisch engagieren wollen, erteile ich gerne weitere Auskünfte; sprechen Sie mich einfach an! Ich freue mich über Ihr Interesse und über Ihren Besuch an meiner neuen Wirkungsstätte und grüße Sie und Euch ganz herzlich und musikalisch -

Ihr und Euer

Korbinian Maier

 

News August – Atempause – Kraft schöpfen für neue Herausforderungen!

Liebe Musik- und Orgelfreunde,

alles drängt in die Urlaubserholungspause und in die Ferien!
So verband auch ich wieder im diesjährigen August die Teilnahme an der 26. internationalen Orgelakademie im Altenberger Dom mit Unterricht im Fach Improvisation bei Wolfgang Seifen (Berlin), Rudolf Meyer (Winterthur) und Phillippe Lefebvre (Notre-Dame, Paris) mit anschließenden Erholungstagen.

In der vergangenen Zeit haben sich kirchenmusikalisch für mich die Weichen neu gestellt, sodass ich nach 11 erfüllenden Jahren in der Pfarrei St. Konrad, Haar meinen Organisten- und Kantorendienst beende und zum 01. September 2013  an die Pfarrkirche “Maria-Königin” in Baldham (Lkr. Ebersberg) wechseln darf. Dort werde ich mich gespannt so mancher neuen Herausforderung stellen und freue mich nicht nur auf die 17 Register umfassende, klangschöne Klais-Orgel von 1982 auf ebener Erde, also mitten in einem singenden Kirchenraum, sondern auch auf eine aktive Gemeinde.
(Bilder der neuen Wirkungsstätte finden Sie unter: http://www.erzbistum-muenchen.de/Pfarrei/Page013928.aspx).

Am Sonntag, den 27. Oktober um 10:00 Uhr wird der Abschiedsgottesdienst in der Pfarrkirche St. Konrad in Haar stattfinden, wo ich letztmalig, offiziell an der von mir so sehr geschätzten Siemann-Orgel mit dem Kirchenchor in der Liturgie Dienst tun werde, um mich anschließend von der Pfarrei, meinen Vorgesetzten und treuen Kollegen in gebührender Weise zu verabschieden.

So wird sich zeigen was auf einen jeden von uns nach der Erholungspause wartet und für uns bereitsteht. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen einen erholsamen Urlaub, gute Heimkehr sowie einen guten Neustart nach den Ferien!

Mit herzlichen, musikalischen Grüßen

Ihr und Euer
Korbinian Maier

 

Orgelmusik im Juni – Gastspiel in Stuttgart & Wolfratshausen – Konzert in Niederalteich entfällt!

Liebe Freunde der Orgelmusik,

Bei den anstehenden Konzerten im Juni 2013 wird  mir wieder einmal der Grund meiner Konzerttätigkeit deutlich bewusst: Die Menschen mit der Orgel nicht nur zu berühren und sie für dieses Instrument zu begeistern, sondern in Ihnen auch das Bewusstsein für die Kulturelle Bereicherung durch die Orgel und die daraus resultierende Aufgabe einer nachhaltien Orgelpflege in den Gemeinden zu wecken und zu fördern!
Nach einem Gastspiel mit zwei Konzerten an der Mühleisen-Orgel der Marienkirche Stuttgart-Feuerbach am Sa 15.06. 17.00 Uhr und Sonntag 16.06.2013, 15.00 Uhr  (siehe Termine), hätte ich eigentlich die Ehre gehabt, am Sonntag, den 23.06.2013 um 19.00 Uhr in der Basilika Niederalteich an der erst kürzlich generalüberholten Jann-Orgel (48-Register auf 4 Manualen und Pedal) ein Konzert zugunsten der Orgelpflege zu geben. Dieses Gastspiel sollte die Restfinanzierung der abgeschlossenen Entschimmelungs- und Pflegearbeiten an der großen Orgel der Basilika vorantreiben, was dankenswerterweise von der Klosterpfarrei und dem Orgelförderverein (www.orgel-niederalteich.org) in der Realisierung nach Kräften unterstützt wird.
Aufgrund der angespannten Hoch- und Grundwassersituation an der Donau, im Kloster und im Ort Niederalteich und der rundum betroffenen, evakuierten Bevölkerung entfällt dieses Konzert und wird auf einen derzeit unbekannten, späteren Zeitpunkt verlegt!

Stattdessen wird das vielseitige Programm mit Werken von Buxtehude bis Peeters sowie eigenen Improvisationen gegebenen Themen aus dem Gotteslob aber in einem weiteren Orgelkonzert in der Pfarrkirche St. Andreas in Wolfratshausen zugunsten der dort ebenfalls abgeschlossenen Orgelrenovierung am Samstag den 29.06.2013 um 19.15 Uhr zu hören sein (siehe Termine).
Alle Freunde der Orgelmusik sind zu diesen Konzerten herzlich eingeladen auch in der Hoffnung, dass damit ein positiver Beitrag zur Erhaltung der Instrumente durch die Mithilfe der Besucher geleistet werden kann! Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Ihr und Euer

Korbinian Maier

!! Möglichkeit Orgelunterricht !!

Orgelunterricht

Derzeit besteht meinerseits die Möglichkeit Ihnen/Euch individuellen Orgelunterricht anbieten zu können.  Ob Anfänger, Nachhilfe im Literaturspiel oder lit. Orgelspiel, ob als Hobby, Nebenberuf oder als Studienanfänger bis zum Vordiplom – ich vermittle gerne folgende Inhalte:

- Klangvorstellungsschulung/Registrierung
– Orgelkunde und Raumwirkung des Instruments
– werkauthentisches Registrieren
– Grundlagen in Harmonielehre und Tonsatz
– Literaturspiel / Möglichkeiten in der Interpretation
- litugisches (gottesdienstgebundenes) Orgelspiel
– Improvisation in gebräuchlichen Formen

Diese Teilbereiche sind miteinander verbunden oder bauen aufeinander auf und sind tragendes Gerüst für ein individuelle Unterrichtspraxis.

Haben Sie Interesse oder Fragen zum Unterricht?
Bitte kontaktieren Sie mich, ich bin gerne für Sie da!

Mit musikalischen Grüßen

Korbinian Maier
———————————————————————————————–

 

Trauer um Prof. Dr. h. c. Franz Lehrndorfer

Am 10. Januar 2013 verstarb nach langer und schwerer Krankheit der international bekannte und geschätzte Münchner Orgelprofessor und ehemalige Domorganist Prof. Dr. h. c. Franz Lehrndorfer. Der am 10. August 1928 in Salzburg geborene “Meister der Orgelimprovisation” wurde 84 Jahre alt.

Deshalb findet am Donnerstag, den 31.01.2013 um 17.30 im Münchner Liebfrauendom ein Gedenkgottesdienst mit Kardinal em. Friedrich Wetter unter Mitwirkung der gesamten Dommusik statt:

Gedenkgottesdienst – Franz Lehrndorfer (1928 – 2013): Missa in Gloria Dei u. a.
- Capella Cathedralis und die Mitarbeiter der Domsingschule München, an der Orgel Domorganist Domvikar Msgr. Hans Leitner (Leitung: Domkapellmeisterin Lucia Hilz)

Der amtierende Domorganist  Monsignore Hans Leitner schreibt in seinem Nachruf, wie man es nicht treffender formulieren kann:

“ ….Der in der Orgelwelt wohlklingende Name Lehrndorfer war ein Garant für einen ideenreichen und virtuosen Improvisator, einen stilsicheren und musikalischen Interpreten, sowie für einen gefragten und beliebten Pädagogen. Als solcher wirkte er zunächst bei den Regensburger Domspatzen, ehe er 1969 die Nachfolge seines vormaligen Lehrers, des Prälaten Prof. Heinrich Wismeyer an der Münchner Musikhochschule und am Dom Zu Unserer Lieben Frau antrat. An der heutigen Hochschule für Musik und Theater in München unterrichtete Lehrndorfer bis 1996 laut Absolventenverzeichnis 113 Studenten, von denen zahlreiche ihrerseits wiederum in Spitzenpositionen, seien es Orgelprofessuren, Domorganistenstellen oder andere bedeutende Positionen rückten. Die pädagogische Erfolgsgeschichte wurde von der Hochschule durch die Verleihung der Ehrenmitgliedschaft gewürdigt. Als Hochschulprofessor und Abteilungsleiter des Studienganges der Katholischen Kirchenmusik war der Dom Lehrndorfers zweiter Schauplatz, allerdings ohne ihn im Geringsten zu vernachlässigen. Im Gegensatz zu einigen im Olymp ruhenden „Titulairs” spielte er sämtliche am Dom anfallenden Gottesdienste, von den Pontifikalien bis zu den Maiandachten, selbst, wenngleich ihm einige Vertreter zur Seite standen.
Nach 33 Dienstjahren als Domorganist von München beendete Lehrndorfer seine Tätigkeit 2002, nachdem dort das kollegiale Klima zu unerträglich geworden war. Lehrndorfer versah seinen Dienst unter den drei Erzbischöfen Döpfner, Ratzinger und Wetter. Einen Höhepunkt während seiner Ära bedeutete die Planung und Errichtung der neuen großen Domorgel durch die von ihm besonders geschätzte Orgelbaufirma Jann im Zuge der 1994 abgeschlossenen Domrenovierung. Seine langjährige Tätigkeit als Orgelsachverständiger in der Erzdiözese München und Freising kam ihm hierbei zugute. Zu Lehrndorfers 70. Geburtstag erschien die sehr ansprechend gestaltete Festschrift „Dux et comes”, welche auch eine Diskographie gewaltigen Ausmaßes beinhaltet. Bereits 1981 erbrachte die Aufnahmetätigkeit ihm den Deutschen Schallplattenpreis. Unvergesslich sind seine frühesten Schallplatteneinspielungen mit den Kinderlieder- und Weihnachtsliederirnprovisationen, welche der Orgel einen weiten und neuen Interessentenkreis erschlossen. Diese, der deutschen Orgeltradition eines Bach, Reger und Höller entsprungene harmonische und kontrapunktische Natürlichkeit und Frische, die enorme Spielfreudigkeit stehen geradezu typisch für den von ihm geprägten Lehrndorfer-Stil….” (Zitat Ende)

Wie vielen Organisten gab Professor Lehrndorfer mir in meiner Jugendzeit, indirekt durch meine erste “Lehrndorfer-CD” mit Improvisationen über Weihnachtslieder, Impulse und Anregungen zum Endecken von Klängen im Registrieren und Probieren. Für mich war er ab diesem Zeitpunkt ein Vorbild, an das ich in seiner virtuos-, stileigenen und einzigartigen Kunst des Improvisierens, wie mir jederzeit klar war, nie heranreichen konnte. Als Orgelschüler von Stefan Lehrndorfer kam ich erstmals in Kontakt mit der Familie des Meisters. Meine persönliche Begegnung mit ihm im Jahr 2003, im Rahmen des “Sommerorgelkurses Altötting”, wo er als Gastdozent über die “Improvisation in gebräuchlichen Formen und ihre Harmonisation” referierte, ließen mich staunen über die Genialität, Schlichtheit und Geschwindigkeit, die er bei seinen faszinierten Zuhörern im geduldigen Erklären an den Tag legte. Mit seiner freudlichen, bescheidenen, ruhigen und exakten Art erlebten wir Kursteilnehmer damals auch einen aufmerksamen und interessierten, Zuhörer und Ratgeber im Gespräch, wenn es um die  persönliche Situation und deren Berücksichtigung im kirchenmusikalischen Praxisbezug ging. Später, nach Weihnachten 2008 bekam ich auf Zusendung meiner ersten CD Lehrndorfers Neujahrswünsche und  persönliche Dankesworte auf einer Karte mit einem 4-stimmigen Satz über das alte Weihnachtslied “O tröstliche Zeit”, die ich heute noch in Ehren halte!
Wie jeder, der ihm begegnen durfte, dies nie vergisst, verneige ich mich in tiefer Ehrfurcht vor der Persönlichkeit dieses Menschen und genialen Musikers und behalte ihn und diese Erfahrungen herzlichst im dankbaren Gedenken und  im Gebet.

Der ehemalige Münchner Kardinal Michael Faulhaber sagte einmal: “Sterben ist kein ewiges Getrenntwerden – es gibt ein Wiedersehen an einem helleren Tag!”. Mit vielen Menschen durch den gemeinsamen Glauben und die Liebe zur Musik verbunden, darf ich mich auf die Erfüllung dieses Satzes freuen! Bis dahin aber bleibt Franz Lehrndorfer für uns alle lebendig – in unserer Erinnerung und den unvergesslichen Klängen seiner Improvisationen! - RIP.

Korbinian Maier

—————————————————–

Verlinkung zu den Nachrufen:

- von Orgelbau Jann und Domorganist Msgr. Hans Leitner:
http://www.jannorgelbau.com/2013/01/in-memoriam-franz-lehrndorfer/

- von Matthias Keller für BR-Klassik (Bayrischer Rundfunk):
http://www.br.de/radio/br-klassik/sendungen/leporello/franz-lehrndorfer-nachruf-100.html
—————————————————————————————————————–

Neujahrsstart mit Verzögerung!

Liebe Orgelfreunde,

nachträglich darf ich Ihnen und Euch allen noch ein recht gesundes und erfolgreiches, glückvolles neues Jahr wünschen!

Technische Probleme hinderten mich vor Weihnachten daran, hier meine Weihnachts- und Neujahrswünsche termingerecht zu überbringen. Da nun die Technik wieder das tut, was man von ihr erwartet, schaue ich erwartungsfroh auf das Kommende in 2013.

Weitere besondere Gottesdienst- und Konzerttermine sind  noch in Planung. Sobald diese konkreter werden, sind sie hier in der Terminleiste links und in der Menüleiste oben unter “Veranstaltungen”  zu finden! Ebenso hält zum Rückblick auf die Termine des Vergangenen Jahres das Terminarchiv alle Infos aktualisiert für Sie bereit!
In diesem Zusammenhang möchte ich auf das 2013 bevorstehendeJubiläum des 80- jährigen Bestehens der Pfarrkirche St. Konrad in Haar, Mitte April, Bezug nehmen, das durch einige Veranstaltungen in einer ”Jubiläumsnacht”, auch in musikalischer Weise, festlich begangen werden soll. Informationen finden Sie künftig hierzu auch noch über die Verlinkung zum Pfarrverband Haar.

Mit den besten Wünschen und in musikalischer Verbundenheit

Ihr und Euer

Korbinian Maier

Stimmungsvoller Konzertabend in der Damenstiftskirche München

Ungefähr 40 Besucher waren am Sonntag Abend des 14. Oktober trotz des reichhal-tigen Veranstaltungsangebots in der Innenstadt in die Münchner Damenstiftskirche gekommen um das Geistliche Konzert für Solosopran und Orgel zu erleben.
Mit Orgelwerken des süddeutschen Barock von Johann Speth, Baldassare Galuppi, Flötenuhrstücke von Joseph Haydn gepaart mit Kompositionen von Joseph Gabriel Rheinberger und Antonin Dvorák in der Bearbeitung für Solo-Sopran und Orgel war  ein intensiv wirkendes, abwechslungsreiches, seltenes Programm dargeboten worden, das in der sehr persönlichen Atmosphäre und schönen Akkustik der Damenstiftskirche bestens für eine herbstliche Abendstimmung geeignet erschien. Für den großzügigen Beifall und Ihren Beitrag zur Deckung der Unkosten möchten Frau Sonja Fahrbach (Sopran) und ich uns nochmals bei allen ganz herzlich bedanken!

Ihr und Euer

Korbinian Maier

Erfolgreicher “Konzertsommer” klingt mit Konzert in München aus

Liebe Musik- und Orgelfreunde!

Nach der Urlaubsphase mit Teilnahme an der “25. Internationalen Orgelakademie” für Orgelimprovisation im Altenberger Dom (siehe Bericht im Aug. 2012) standen bis September zwei besondere Konzerte im Terminkalender:

So war ich am Sonntag, den 19.8.2012 eingeladen, im Rahmen der Konzertreihe “Orgel zur Nacht” in der kath. Taborkirche Freudenstadt, (Schwarzwald) an der großen Rieger-Orgel zu spielen. Bemerkenswert war die große Gastfreundlichkeit der Kirchenmusikerfamilie, die gute Organisation von Terminplan und Unterkunft sowie die vorhandene Möglichkeit am Morgen des Konzerttages, den Pfarrgottesdienst zu begleiten, um das Instrument dadurch besser kennenzulernen! Auch wenn die Außentemperatur von 36 Grad am Sonntag-Abend  viele Konzertbesucher zu “kühleren Aktivitäten” umstimmte, waren bei 23 Grad Innentemperatur doch ca. 50 Besucher der gut beworbenen Konzerteinladung gefolgt. Auf der Riegerorgel erklangen Werke von Buxtehude, Bach, Couperin und süddeutschen Klosterkomponisten sowie zum Abschluss eine Improvisation über gegebene Liedthtemen aus dem Gotteslob. Großzügiger Beifall und positive  persönliche Rückmeldungen mancher Konzertbesucher sowie das freundliche Echo in der Lokalpresse machten dieses Konzert zu einer “runden Sache!”
So hoffe ich, das mein Kirchenmusikkollege noch viele Spenden für die noch fehlenden Pfeifen des großen 32′-Registers seiner schönen Orgel erhalten wird und freue mich auf die nächste Gelegenheit dort wieder Gast sein zu dürfen. Allen, die zum Gelingen dieses Wochenendes beigetragen haben danke ich sehr herzlich!
————————————————————————————————————————-

Am Sonntag, den 16.9.2012 feierte die Kirchengemeinde der Hl.-Kreuz-Kirche in Gronsdorf, das “Kreuzfest” als ihr Patrozinium mit einem feierlichen Gottesdienst, in dem die renovierte Orgel offiziel mit der “Weihe” wieder in den kirchlichen Dienst genommen wurde. Lieder aus der Deutschen Messe v. Franz Schubert, begleitet von Blechbläsern der Haarer Blasmusik sowie aus dem Gotteslob und verschiedene Orgelzwischenspiele prägten den festlichen Gottesdienst unter der Leitung von Zelebrant Markus Bittner. Das Patrozinium klang mit einem Frühschopen vor der Kirche aus.
Am Abend um 18.00  Uhr fanden 30-40 Besucher zum ersten Orgelkonzert auf dem von Orgelbau Andreas Utz aus Pielenhofen renovierten Instrument. Nach der Vorstellung der einzelnen Register (Klangfarben) standen Werke von Speth, J. S.  Bach, W. A. Mozart, G. F. Händel sowie Flötenuhrstücke von J. Haydn auf dem Programm und präsentierten das gelungene Ergebnis der Arbeiten an der nur 8 Register umfassenden Kleinorgel eines unbekannten regionalen Meisters um 1850. Für die finanziell noch nicht abgeschlossene Maßnahme an der Gronsdorfer Orgel gingen bei diesem Konzert 306 Euro ein.
Für die Spendenbereitschaft aller Zuhörer und allen, die dieses Konzert im Vorfeld unterstützt haben darf ich nochmals herzlich “Danke” sagen und wünsche der Gemeinde in Gronsdorf noch viele schöne, erbauliche Stunden in Gottesdienst und Konzert mit den Klängen ihres klangschönen, historischen Instruments!

Lesen sie hierzu auch den Artikel im Lokalteil des Münchner Merkur 20.9.12

Mit den besten Wünschen für einen guten Start in Schule, Studium und Arbeitsleben sowie der Vorfreude auf mein nächstes Konzert in der Münchner Damenstiftskirche St. Anna (S-Bahn, Stachus) am Sonntag, den 14.10.2012 (siehe Termineintrag unter Veranstaltungen) mit der Sopranistin Sonja Fahrbach, zu dem ich wiederum herzlich einladen darf -
grüßt Sie und Euch ganz herzlich -

Ihr und Euer Korbinian Maier

Klangvoller “Bildungsurlaub” bei der 25. intern. Orgelakademie im Altenberger Dom

Liebe Musik- und Orgelfreunde!

Zu meiner großer Freude wurde mir vor Kurzem offiziell mitgeteilt, dass ich im August 2012 als “aktiver Absolvent”  an der 25. internationalen Orgelakademie an der großen Klais-Orgel im Altenberger Dom teilnehmen darf. Vom 06.08. bis 09.08.2012  genoss ich im bergischen Altenberg meine Fortbildung im Fach der Orgelimprovisation bei  Prof. Wolfgang Seifen (Berlin), Prof. Dr. Hans Haselböck (Wien), Paolo Oreni (Mailand) und Prof. Patrick Delabre (Chartres – Frankreich).

Das (Gäste-) Haus Altenberg garantierte eine freundliche, kreative und gastlich-schmackhafte Atmophäre, angefangen von der Unterbringung bis zu den gemeinsamen Mahlzeiten, die immer wieder Möglichkeit für den kollegialen Austausch in fast familiärer Umgebung boten. Begonnen mit einem morgendlichen Plenum mit persönlicher Vorstellung eines Dozenten im Dom, fand vormittags und nachmittags an verschiedenen Kirchenstandorten in der Umgebung und im Dom der praktische Orgelunterricht bei jeweils einem der vier Dozenten mit jeweils einem selbstgewählten Improvisationsthema, in einem bestimmten Stil statt. Das Gespielte wurde analysiert, Tipps zu Herangehensweise und Umsetzung besprochen und anschließend wiederholt umgesetzt. An den ersten beiden Abenden bot der Dom jeweils die Gelegenheit zum Besuch der beeindruckenden Improvisationskonzerte von Patrick Delabre, Organist an der Cathédrale de Chartres (F) und dem “Grand Signeur” der Akademie, Dr. Hans Haslböck aus Wien.

Das “Silber-Jubiläum” der 25. Orgelakademie Altenberg wurde am Mittwoch, den 08.08.2012 mit einer Orgelnacht von folgenden Konzertorganisten gestaltet: Paulo Oreni (Mailand) Karl-Ludwig Kreutz (Münsterorganist aus Freiburg), Wolfgang Hörlin (München) und dem Mitbegründer der Akademie Prof. Wolfgang Seifen, der seine romantische Improvisation über das “Te deum” in den Choral “Großer Gott, wir loben Dich” münden ließ, um abschließend nach einer deutlichen Zäsur, vom allsichtbaren Zentralspieltisch aus allen Besuchern den Einsatz zum gemeinschaftlichen Gesang dieses Liedes zu geben: Ein Dom voller Menschen, ein Dom voller gemeinsamer Klänge – ein unglaubliches Erlebnis!

Für das Abschlusskonzert der Teilnehmer wurden sieben Absolventen ausgewählt, ihre vorbereiteten Improvisationen in verschiedenen Stilen vorzutragen. Mir kam dabei die Ehre zu, das Konzert mit einer Impro über das Lied aus dem Gotteslob (Nr. 262) “Nun singt ein neues Lied dem Herren” (sinnbildlich für den musika-lischen ”Wissenszuwachs” im Rahmen der Akademie), im Stile eines französisch-barock gehaltenen “Grand Plein Jeu” mit Cantus firmus im Alt  (umgesetzt per Pedal mit der horizontalen 4′ Zunge der Trompeteria) zu eröffnen. Faszinierend war die vielseitige, farbige Mischung von Stilen und Registrierungen der Domorgel, die alle Teilnehmer auf dem klangvollen Instrument aus der Werkstatt von Orgelbau Klais sehr gekonnt umsetzten. Ich erlebte daher das Konzertspielen zum ersten Mal kurioserweise und sehr beeindruckt als eine Art “Mannschaftssport” mit großer Freude! Applaus und Glückwünsche von Kollegen- und Dozentenseite beim anschließenden Empfang setzten einen positiven ”Schlussakkord” zum Ende der Akademie!

Zuletzt möchte ich mich bei Frau Francoise Dornier für die freundliche Überlassung der Fotos- sowie bei  Herrn Domorganist Rolf Müller, Herrn Christian Heck und allen Dozenten für die Realisierung dieser unvergesslichen Woche herzlich bedanken!
So gewollt, wird man vielleicht im nächsten Jahr in Altenberg manche bekannten Gesichter wieder sehen dürfen. Doch bis dies soweit sein kann, wird mir diese Orgelakademie in bester Erinnerung bleiben!

Unterricht bei Patrick Delabre (Chartres-Frankreich)

Informationen zu den Orgelkonzerten im Altenberger Dom finden sie unter:
http://www.altenberger-dommusik.de/

Beim Teilnehmerkonzert am fahrbaren "Chorspieltisch" der Domorgel

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen eine erholsame und kreative Urlaubs- und Ferienzeit und eine gesunde Ankunft nach dem Urlaub zu Hause!

Ihr und Euer Korbinian Maier